Weingar­ten — Im Rahmen seiner Sommer­tour als Wahlkreis­ab­ge­ord­ne­ter hat Manne Lucha dem Weingar­te­ner Unter­neh­men Enerquinn einen Besuch abgestat­tet. Das Unter­neh­men habe weit über Weingar­ten hinaus den Ruf, sich mit hervor­ra­gen­den Produk­ten und umfas­sen­dem Service für die Energie­wen­de einzu­set­zen, sagte Lucha. Der heimi­sche Mittel­stand mit seinem großen know how spiele eine tragen­de Rolle dabei, mit saube­rer Energie voran­zu­kom­men.

Mit den beiden Geschäfts­füh­rern Stefan Oexle-Ewert und Mark Lehnertz und Heike Ewert, die für Perso­nal und Marke­ting zustän­dig ist, begrüß­te Lucha sozusa­gen Studi­en­freun­de. Oexle-Ewert und Lehnertz haben in Weingar­ten Physi­ka­li­sche Technik studiert, Heike Ewert hat wie Lucha selbst in Weingar­ten einen Abschluss in Sozia­ler Arbeit gemacht.

Das Unter­neh­men mit 30 Mitar­bei­tern ist spezia­li­siert auf Block­heiz­kraft­wer­ke und Photo­vol­ta­ik-Speicher­lö­sun­gen – und die Kombi­na­ti­on beider Kompo­nen­ten durch intel­li­gen­te Steuer­tech­nik. Geför­dert vom baden-württem­ber­gi­schen Wirtschafts­mi­nis­te­ri­um im Rahmen des Innova­ti­ons­wett­be­werbs „KI für KMU“, also „Künst­li­che Intel­li­genz für kleine­re und mittle­re Unter­neh­men“, forscht Enerquinn gemein­sam mit der Hochschu­le Ravens­burg-Weingar­ten und weite­ren Partnern an der „KI-basier­ten Wartungs­op­ti­mie­rung von Block­heiz­kraft­wer­ken“. Die Block­heiz­kraft­wer­ke, die Enerquinn beispiels­wei­se in Wohnquar­tie­ren wie dem Mühlen­vier­tel Ravens­burg einbaut, seien, obwohl sie einen Verbren­nungs­mo­tor haben, „bei den CO2-Emmis­sio­nen mittler­wei­le in der Größen­ord­nung von Wasser­kraft und Windener­gie“, beton­te Geschäfts­füh­rer Lehnertz. Enerquinn kombi­niert bei vielen Kunden vorwie­gend im süddeut­schen Raum die Block­heiz­kraft­wer­ke mit Photo­vol­ta­ik-Lösun­gen. Für Hoteliers beispiels­wei­se rechnen sich unsere Lösun­gen sehr schnell, so Geschäfts­füh­rer Stefan Oexle-Ewert. Die Energie­kos­ten seien nach den Perso­nal­kos­ten oft der größte Kosten­block. Von Enerquinn geplan­te, einge­bau­te und gewar­te­te Block­heiz­kraft­wer­ke laufen auch in der unmit­tel­ba­ren Nachbar­schaft, so etwa im neuen „Doktor­haus“ neben dem St. Elisa­be­then-Klini­kum oder in der Jugend­her­ber­ge auf der Veits­burg.

Der Umwelt­ge­dan­ke ist dabei ganz zentral in der Arbeit des Unter­neh­mens: Eine Photo­vol­ta­ik-Anlage auf einem Hausdach vermei­de die Verbren­nung von mehr als vier Tonnen Braun­koh­le im Jahr, so Oexle-Ewert. Nach wie vor sei dies auch für Häusle­bau­er attrak­tiv und sinnvoll: „Der einzi­ge Fehler, den man bei einer Photo­vol­ta­ik-Anlage machen kann, ist, keine zu bauen“. Die Enerquinn-Leute gaben Lucha aber auch einen dringen­den Wunsch mit: der bürokra­ti­sche Aufwand beim Betrieb ihrer Anlagen sei enorm. Das schre­cke viele Inves­to­ren ab. Vertriebs­lei­ter Peter Lechlei­ter: „Bei kleine­ren Anlagen muss die Bürokra­tie auch weniger sein, sonst wird der Betrei­ber, der sich für dezen­tra­le umwelt­freund­li­che Energie­er­zeu­gung engagiert, bestraft.“

Enerquinn ist auch weltweit tätig, mit umwelt­freund­li­chen Energie­lö­sun­gen für ein Kinder­heim auf Haiti oder in Ugandas Haupt­stadt Kampa­la. Bei solchen Projek­ten bringen die Enerquinn-Spezia­lis­ten ihr know how ehren­amt­lich ein. Ehren­amt­lich engagie­ren sie sich auch im Sport. Mit dem erfolg­rei­chen Ravens­bur­ger Mountain­bike-Profi Daniel Gathof hat Enerquinn die beiden Aktio­nen „Cycling against Corona“ und „Cycling for Cultu­re“ umgesetzt. „Wir wollten während des Lockdowns Schul­klas­sen anspre­chen, den Verei­nen bewusst keine Konkur­renz machen“, so Gathof, der im Rennd­ress und mit dem Moutain­bike zum Termin mit Manne Lucha gekom­men war. „Und die Erwach­se­nen wollten wir motivie­ren, etwas für die Kultur­ein­rich­tun­gen in der Region zu tun“. Beides war ein großer Erfolg, wie Heike Ewert und Daniel Gathof berich­te­ten. Und die Aktion hat schon Nachfol­ger gefun­den. „Über Social Media haben wir erfah­ren, dass es zum Beispiel eine Aktion für den Erhalt eines Museums in Mecklen­burg-Vorpom­mern gibt“, freute sich Radpro­fi Gathof.