NEURAVENSBURG — Alles ist vorbe­rei­tet für wärme­re Tage: Der Brunnen auf dem Schwar­zen­ba­cher Dorfplatz plätschert, die Bänke links und rechts davon stehen und auf den Stufen warten Pflanz­trö­ge auf eine Frühlingsfüllung.

Alle diese Dinge sind sozusa­gen das Sahne­häub­chen auf die Umgestal­tung des Dorfplat­zes und den Bau des Dorfge­mein­schafts­hau­ses vor acht und zehn Jahren. Schon damals war den Akteu­ren der Ortschaft Neura­vens­burg und des Musik­ver­eins Schwar­zen­bach das Bild vor Augen, dass der Dorfplatz auch wieder ein Treff­punkt für die Menschen im Ort werden müsste. Eltern und Großel­tern sollten sich dort treffen und den Kindern oder Enkeln beim Plant­schen im Wasser zuschau­en können. 

Landschafts­ge­stal­ter Roland Rasch und Kunst­schmied Martin Tretter haben der Idee ein Gesicht gegeben. Das flache Brunnen­be­cken ist mit Argen­stei­nen ausge­klei­det und stellt auf diese Weise einen Bezug zur Argen her, die an der Ortschaft vorbei­fließt. Aus einer Messing­scha­le fällt das Wasser aus der Höhe in den Brunnen. Es stammt aus einer Quelle aus dem rund 300 Meter entfern­ten Schwar­zen­ba­cher Holz. Auffal­lend ist die Optik des Metall­kunst­werks, das himmli­sche Energie anzuzie­hen und abzuge­ben scheint.

Jetzt trafen sich Ortsvor­ste­her Dr. Hermann Schad, Vorstand Matthi­as Rall und Dirigent Jürgen Gauß mit Roland Rasch, Martin Tretter und Clemens Stadler, Geschäfts­füh­rer der Regio­nal­ent­wick­lung Württem­ber­gi­sches Allgäu (ReWA e.V.) und als solcher Förder­ge­ber, um gemein­sam das Projekt „Ein Dorfplatz wird zur Begeg­nungs­stät­te der Genera­tio­nen“ abzuschlie­ßen. Aus dem Regio­nal­bud­get erhielt die Stadt Wangen einen Zuschuss für das Projekt in Höhe von 80 Prozent der Netto­kos­ten. Zur Möblie­rung des Dorfplat­zes gehört auch ein passen­der Fahrrad­stän­der und eine Verblen­dung der Mülltonnen.