Ravens­burg – Die Geburts­hil­fe im St. Elisa­be­then-Klini­kum verfügt seit Neues­tem über eine Entspan­nungs­ba­de­wan­ne. Die Wanne mit atmosphä­ri­scher LED-Beleuch­tung reguliert die Wasser­tem­pe­ra­tur automa­tisch und lässt bei den werden­den Müttern keine Wünsche offen.

„Ein warmes, nicht zu heißes Bad entspannt nicht nur, sondern hilft auch dabei, echte Geburts­we­hen zu erken­nen. Dabei ist eine Tempe­ra­tur um die 38 Grad Celsi­us, also nah an der Körper­tem­pe­ra­tur, optimal.“ erklärt Doris Grothe, Hebam­me an der OSK. Die Wärme bewir­ke, dass Wehen in der Latenz­pha­se verschwin­den und echte Geburts­we­hen sich verstär­ken. Manch­mal animie­re ein warmes Bad den Körper auch dazu, kräfti­ge­re Wehen zu produ­zie­ren und so die Geburt einzu­lei­ten. „Auf Wunsch können Aroma­öle ins Badewas­ser gegeben werden. Diese haben eine zusätz­li­che thera­peu­ti­sche Wirkung.“, so die Hebam­me. Vor dem Gebrauch der Wanne wird der Vital­zu­stand der Patien­tin­nen beobach­tet um mögli­che Risiken, beispiels­wei­se bei Kreis­lauf­be­schwer­den, zu minimie­ren.

„Zum Schut­ze der Gesund­heit von Mutter und ungebo­re­nem Kind ist es wichtig, die Wasser­tem­pe­ra­tur konstant zu halten. Das schafft unsere neue Wanne mit einem simplen Knopf­druck.“, erklärt Gerd Sommer­weiß, techni­scher Leiter bei der Oberschwa­ben­kli­nik. Seiner präzi­sen Planung ist es zu verdan­ken, dass trotz einiger Heraus­for­de­run­gen keine zusätz­li­chen Baumaß­nah­men für den Strom- und Wasser­an­schluss nötig waren. Insge­samt inves­tier­te die OSK rund 15.000 Euro und der Eigen­be­trieb IKP des Landkreis Ravens­burg 8.000 Euro in den Einbau der Badewan­ne. Sie befin­det sich in einem separa­ten Entspan­nungs­raum zwischen den beiden Kreiß­sä­len und steht den schwan­ge­ren Patien­tin­nen auf der Stati­on ab sofort zur Verfü­gung.