RAVENSBURG — Mit einem zu keinem Zeitpunkt gefähr­de­ten 5:1 Heimerfolg über die Eispi­ra­ten Crimmit­schau konnten sich die Ravens­burg Towerstars die DEL2-Tabel­len­füh­rung zurück­er­obern. Wieder einmal zeigten die Oberschwa­ben mit mannschaft­li­cher Geschlos­sen­heit und aggres­si­vem Zweikampf­ver­hal­ten dem Gegner die Grenzen auf.

In den ersten zehn Minuten war die Partie noch recht taktisch geprägt. Die Towerstars hatten zwar mit hohem Tempo von Beginn an die Initia­ti­ve übernom­men, die Gäste aus Westsach­sen standen aber sehr kompakt an der eigenen blauen Linie. Hochka­rä­ti­ge Torchan­cen der Towerstars blieben zunächst aus. Noch weniger zu tun hatte Jonas Langmann im Ravens­bur­ger Tor. Mit effek­ti­ver Defen­siv­ar­beit stopp­ten die Oberschwa­ben die wenigen Angrif­fe der Eispi­ra­ten meist schon an der Mittellinie.

Die Ravens­bur­ger Führung in der 11. Minute war nicht nur hochver­dient und längst überfäl­lig, sondern auch ein freund­li­ches Gastge­schenk. Den vermeint­li­chen Aufbau­pass traf Eispi­ra­ten Stürmer Willy Rudert nicht richtig und die Schei­be blieb nach wenigen Metern fast liegen, David Zucker bedank­te sich und schob den Puck nach freier Bahn zum Gäste-Tor trocken durch die Schoner von Chris­ti­an Schneider.

Nach dem 1:0 Führungs­tref­fer waren die Towerstars noch mehr am Drücker als zuvor. Crimmit­schau stand passiv in der eigenen Zone und war sowohl in den Zweikämp­fen, als auch in der Abstim­mung stets einen Schritt hinter den Towerstars. In der 15. Minute unter­strich dies erneut David Zucker. Einen harten Pass von Vincenz Mayer an den linken Pfosten lenkte der erfah­re­ne Stürmer unhalt­bar mit der Schlä­ger­kel­le ins rechte Kreuz­eck. 22 Sekun­den vor der ersten Pause warte­ten die Gäste mit ihrem einzi­gen wirklich gefähr­li­chen Angriff des ersten Spiel­ab­schnitts auf, Jonas Langmann im Ravens­bur­ger Tor war aber auf dem Posten.

Im zweiten Abschnitt änder­te sich das Spiel in keins­ter Weise. Die Towerstars waren in allen Belan­gen überle­gen, spiel­ten die Schei­be schnell durch alle Spiel­feld­zo­nen und dräng­ten den Gegner zu Fehlern. Gerade einmal 78 Sekun­den waren gespielt, da bestraf­te der an der blauen Linie komplett verges­se­ne Andre­as Driendl die Crimmit­schau­er Hinter­mann­schaft mit dem 3:0. Es war der erste Treffer für den Stürmer, der erst vor zwei Wochen nach unfrei­wil­lig verlän­ger­ter Sommer­pau­se in die Saison einstei­gen konnte.

Der dritte Gegen­tref­fer und nicht zuletzt der zermür­ben­de Spiel­stand setzte den Gästen sicht­lich zu, die Towerstars spiel­ten hinge­gen unbeirrt und konse­quent ihr Spiel. Dass zwei Überzahl­spie­le in der 23.- und 32. Minute nicht genutzt werden konnten und in der 33. Minute der rechte Pfosten das 4:0 verhin­der­te, ließ Sam Herr vier Minuten vor der zweiten Pause verges­sen. Ein 2 gegen 1 Break vollende­te der Ravens­bur­ger Goldhelm sicher zum 4:0. Damit war die sprich­wört­li­che Messe gelesen.

Im Schluss­ab­schnitt zeigten die Gäste zwar noch ein Aufbäu­men gegen die Nieder­la­ge, doch die zuvor vor der eigenen Tor selten gefor­der­te Towerstars Defen­si­ve kämpf­te konse­quent dagegen. Allzu lange dauer­te die Gäste-Druck­pha­se aller­dings nicht und die Gastge­ber gaben wieder den Ton an. Hochka­rä­ti­ge Möglich­kei­ten, aber auch aufop­fe­rungs­vol­les Defen­siv­ver­hal­ten der Oberschwa­ben sorgten immer wieder für Szenen­ap­plaus von den Rängen. Noch besse­re Stimmung kam dann auf, als die Nieder­la­ge der Löwen Frank­furt in Bad Tölz bekannt wurde und fortan „Spitzen­rei­ter Spitzen­rei­ter, Hey, Hey Sprech­chö­re“ durch die CHG Arena schall­ten. Die beiden Treffer in der 58. Minute zum 5:0 und 5:1 Ehren­tref­fer der Eispi­ra­ten waren am Ende nur noch eine statis­ti­sche Ergänzung.

„Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Jungs. Sie arbei­ten hart mit und ohne Puck und das macht es für jeden Gegner sehr schwer, gegen uns zu spielen“, sagte ein hochzu­frie­de­ner Towerstars Coach Peter Russell.

Bis zum zweiten Weihnachts­tag können die Ravens­bur­ger Cracks etwas durch­schnau­fen, ehe es am Sonntag um 18.30 Uhr gegen die Heilbron­ner Falken geht.