HEGGBACH/LAUPHEIM – Eine vorweih­nacht­li­che Besche­rung haben Auszu­bil­den­de der Husqvar­na Group etwa 80 älteren Menschen mit Behin­de­rung bei ihrem Besuch in Heggbach und in Laupheim berei­tet. Die Überga­be der Präsen­te fand pande­mie­be­dingt gruppen­wei­se in kleinem Rahmen statt.

Statt einer großen Weihnachts­fei­er mehre­re kleine­re: Die Freude der Beschenk­ten schmä­ler­te dies keines­wegs. „Manche fragten mich schon seit Tagen, wann denn endlich Besche­rung ist“, erzählt Marian­ne Münsch, Leite­rin des Senio­ren­treffs in Heggbach. Für sie selbst eine Überra­schung war, dass die Weihnachts­bo­ten sogar einen Liefer­wa­gen einset­zen mussten, um all die Präsen­te an den Bestim­mungs­ort zu bringen. „Für unsere Senio­ren bedeu­tet es viel, beschenkt zu werden“, verweist sie auf den hohen und symbol­träch­ti­gen Stellen­wert der bereits zum vierten Mal aufge­leg­ten Aktion.

Deren wichtigs­te Regel besagt, dass sich die älteren Menschen einen Wunsch auf einem Zettel notie­ren. Eine weite­re, dass sich der Wunsch im Rahmen von 20 Euro bewegt.

Die 80 Zettel wurden im Anschluss mitsamt des dazuge­hö­ri­gen Porträts an einem „Wunsch­baum“ im Foyer von Garde­na in Ulm angebracht. „Zusätz­lich wurde die Aktion auch im unter­neh­mens­in­ter­nen Intra­net bewor­ben“, erzählt die Auszu­bil­den­de Hannah Groß. „Es dauer­te nicht lange, und alle Wünsche fanden inner­halb unserer Beleg­schaft eine positi­ve Resonanz“, fügt ihre Kolle­gin Jessi­ca Werner hinzu.

Die schwe­di­sche Husqvar­na-Group und ihre selbstän­di­ge Divisi­on Garde­na verbin­det mit dem Heggba­cher Werkstatt­ver­bund der St. Elisa­beth-Stiftung eine langjäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit in der Produk­ti­on. Die Ulmer Auszu­bil­den­den des Unter­neh­mens sind auch immer wieder im Rahmen von sozia­len Prakti­ka in Heggbach vor Ort.

Was sich die älteren Menschen wünsch­ten, sei allein ihnen überlas­sen, spricht Marian­ne Münsch eine weite­re Regel an und verrät dann einige Ideen: Puzzles, Parfüm, Wolle, eine Flasche Wein, Zigaret­ten, Ohrrin­ge sowie ein Geldbeu­tel wurden erbeten. 

Wie in den Vorjah­ren erwies sich bereits das Auspa­cken der allesamt liebe­voll verpack­ten Geschen­ke als emotio­na­les Ereig­nis. Für die Leite­rin des Senio­ren­treffs ist die Aktion schon deshalb so wertvoll, da die Beschenk­ten mit geisti­ger und körper­li­che Behin­de­rung oft keiner­lei Angehö­ri­ge mehr haben, von denen sie an Weihnach­ten ein Geschenk erhal­ten könnten.