RAVENSBURG — Die 500. Umspann­sta­ti­on im Netzge­biet der TWS Netz GmbH steht in der Tobel­stra­ße in Weingar­ten und versorgt die umlie­gen­den Haushal­te mit Strom. „Wir machen unser Strom­netz fit für die Heraus­for­de­run­gen, die unter anderem die Elektro­mo­bi­li­tät und die zuneh­men­de Einspei­sung von lokal erzeug­ter elektri­scher Energie mit sich bringt“, infor­miert Micha­el Schei­ble, Bereichs­lei­ter der TWS Netz. „Denn unser Ziel ist eine langfris­tig hohe Versor­gungs­si­cher­heit für die Bürge­rin­nen und Bürger“. So sei die Anzahl der Umspann­sta­tio­nen in ihrem Versor­gungs­ge­biet in Ravens­burg und Weingar­ten in den letzten elf Jahren um rund zehn Prozent gewach­sen. Seit 2012 werden außer­dem 150 der vorhan­de­nen Umspann­sta­tio­nen bis 2025 komplett mit moderns­ter Technik ausge­stat­tet. Dafür stehen insge­samt 7,5 Millio­nen Euro bereit. In den kleinen Häuschen arbei­tet eine Technik, die den Strom von 20.000 Volt in der Mittel­span­nung auf die Haushalts­span­nung von 230 Volt bringt. 

„Egal ob Elektro­au­tos, Wärme­pum­pen oder digita­le Diens­te – sie alle benöti­gen immer mehr Strom. Die zuneh­men­de Elektri­fi­zie­rung des Lebens ist für uns eine Aufga­be mit zentra­ler Bedeu­tung“, berich­tet Frank Stöck­ler, Projekt­lei­ter der TWS Netz. Dazu gehören auch steigen­de Mengen an Strom, die in der Region erzeugt und einge­speist werden. So galt bis vor wenigen Jahren noch die Einbahn­re­ge­lung: Große Strom­erzeu­ger wie Kraft­wer­ke erzeug­ten zentral elektri­sche Energie und speis­ten diese in die Trans­port- und Verteil­net­ze ein. Das hat sich inzwi­schen verän­dert, denn immer mehr kleine Anlagen vor Ort erzeu­gen Strom aus regene­ra­ti­ven Ressour­cen. Das stellt ganz neue Heraus­for­de­run­gen an die Infra­struk­tur. Heißt: Neue Schalt­an­la­gen, Umspann­sta­tio­nen, leistungs­fä­hi­ge­re Kabel, die den Zweibahn­ver­kehr im Strom­netz auch mit weiter­wach­sen­dem Umfang bewäl­ti­gen können. Das hat 

die TWS Netz bereits 2011 mit der Übernah­me des Strom­net­zes von der EnBW in Ravens­burg und Weingar­ten in die Wege gelei­tet. Seitdem geht es mit großen Schrit­ten voran – auch wenn diese oftmals von außen nicht immer sicht­bar, sondern unter der Erde vergra­ben sind. „Es ist schön zu wissen, dass das, was wir tun, nachhal­tig und wichtig für die Menschen hier ist“, so Frank Stöck­ler. Rund vier Millio­nen Euro hat das Unter­neh­men im vergan­ge­nen Jahr in die Strom­net­ze und ‑anlagen investiert.