BAD VILBEL (dpa) — Essen ist auch politisch, weiß die Filme­ma­cher Doris Dörrie, und plädiert für ein neues Schul­fach.

Die Filme­ma­che­rin und Schrift­stel­le­rin Doris Dörrie liebt das gemein­sa­me Essen mit der Familie. «Wir verler­nen, wenn wir nicht zusam­men essen, nicht nur eine Verbin­dung inner­halb der Familie, sondern verlie­ren auch unser Erzähl­ta­lent», sagte die 65-Jähri­ge dem priva­ten Rundfunk­sen­der Hit Radio FFH in Bad Vilbel.

Zugleich plädier­te sie dafür, dass Essen und Ernäh­rung als Schul­fach gelehrt werden müsse. «Dass wir uns wirklich darüber klar sind, wo unser Essen herkommt und, dass das billi­ge Hackfleisch auf unserem Teller sich direkt verbin­det mit den Corona-Erkrank­ten rumäni­schen Metzgern, die in den Schlacht­hö­fen arbei­ten und in miesen Bedin­gun­gen leben. Das gehört zusam­men», mahnte die Regis­seu­rin («Männer»).