Aus der deutschen Modebran­che häufen sich die Hiobs­bot­schaf­ten seit Jahren, auch renom­mier­ten Herstel­lern und Händlern geht es seit langem nicht gut. Jetzt hat es auch die Adler Modemärk­te erwischt: Wegen Überschul­dung stell­te das Unter­neh­men Antrag auf Insolvenz.

Die Insol­venz des inter­na­tio­nal tätigen Modehänd­lers Adler Modemärk­te nimmt ihren Lauf: Das Landge­richt Aschaf­fen­burg hat am Montag den Eingang eines Insol­venz­an­tra­ges der Adler Modemärk­te AG bestä­tigt. Es sei ein Gutach­ter damit beauf­tragt worden zu prüfen, ob die Abwick­lung der Insol­venz in Eigen­ver­ant­wor­tung möglich sei, sagte der zustän­di­ge Insol­venz­rich­ter Jürgen Roth der Deutschen Presse-Agentur.

Das börsen­no­tier­te Unter­neh­men hatte am Sonntag mitge­teilt, wegen Überschul­dung einen Antrag auf Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung gestellt zu haben. Grund dafür sei der Corona-Lockdown. Ziel sei es, das Unter­neh­men über einen Insol­venz­plan zu sanie­ren. Dabei soll der Geschäfts­be­trieb in vollem Umfang fortge­führt werden.

«Trotz inten­si­ver Bemühun­gen war es der Gesell­schaft nicht möglich, die entstan­de­ne Liqui­di­täts­lü­cke über eine Kapital­zu­fuhr durch staat­li­che Unter­stüt­zungs­fonds durch Inves­to­ren zu schlie­ßen», heißt es vom Unternehmen.

Der Vorstand bleibe weiter­hin verwal­tungs- und verfü­gungs­be­fugt. Zur Unter­stüt­zung habe der Vorstand den Rechts­an­walt Chris­ti­an Gerloff zum General­be­voll­mäch­tig­ten bestellt. Auch die Adler Mode GmbH, die Adler Orange GmbH & Co.