FRIEDRICHSHAFEN — Am Diens­tag (1. Dezem­ber, 19:30 Uhr live auf xyzsports.tv) beginnt für den VfB Fried­richs­ha­fen in italie­ni­schen Trenti­no die Champions-League-Saison 2020/2021. Aufgrund der weiter­hin grassie­ren­den Pande­mie hat die CEV sich entschie­den, die Gruppen­pha­sen in zwei Turnie­ren auszu­tra­gen. Deshalb haben es die Häfler nicht nur mit einem, sondern an drei aufein­an­der­fol­gen­den Tagen gleich mit drei Hochka­rä­tern in der Königs­klas­se zu tun.

Ganze 28 Stunden waren die Spieler des VfB Fried­richs­ha­fen zu Hause. Vom einwö­chi­gen Auswärts­trip nach Lüneburg und Giesen ginge es fast nahtlos nach Trenti­no, wo die Häfler ab Diens­tag drei Spiele in der Champions League bestrei­ten werden. Ein Training hat Cheftrai­ner Micha­el Warm auch noch einge­streut, um „im Rhyth­mus zu bleiben“, wie er sagt. Bei insge­samt neun Partien im Dezem­ber ist Rhyth­mus ein wichti­ger Faktor, um mental und körper­lich nicht aus dem Tritt zu kommen.

In der Liga grüßen die Häfler nach sechs Spielen von ganz oben, im Pokal hat das Team um Libero Markus Steuer­wald das Halbfi­na­le erreicht. Für die Königs­klas­se peilt Micha­el Warm zumin­dest den zweiten Platz in der Gruppe E an. Dazu muss der VfB gegen die am schwächs­ten einzu­schät­zen­den Tsche­chen aus Karls­bad bestehen und gegen Lokomo­tiv Novosi­birsk oder Trenti­no Itas zumin­dest eine kleine Überra­schung schaf­fen. „Wir wollen eine gute Ausgangs­si­tua­ti­on schaf­fen und uns die Chance aufs Weiter­kom­men erhal­ten“, so Warm. „Dann haben wir es im Febru­ar in Fried­richs­ha­fen selbst in der Hand.“

Denn die Gruppen­pha­se findet in dieser Saison anders statt als gewohnt. Statt Hin- und Rückspiel gibt es zwei Turnie­re, jeweils jeder gegen jeden. „Das ist vernünf­tig, weil wir so weniger reisen und das Corona-Risiko minimiert ist“, lobt Micha­el Warm die Maßnah­men des europäi­schen Volley­ball­ver­bands. „Es gibt Dir zusätz­lich die Chance, mit einem guten Lauf an drei Tagen auch drei gute Spiele absol­vie­ren zu können.“

Neben Trento, Karls­bad und Novosi­birsk haben alle Teams noch einen zusätz­li­chen Gegner: das Corona­vi­rus. Erst wenn die PCR-Tests im Heimat­land und die Schnell­tests vor Ort negativ sind, dürfen die Spieler auch antre­ten. Trento musste in dieser Hinsicht schon die erste Kröte schlu­cken. Starzu­spie­ler Simone Gianel­li wurde positiv getes­tet und wird nicht beim Heimtur­nier auflau­fen können. „Das kann jedem Team in diesen Zeiten passie­ren und wir wünschen Simone, dass er bald wieder auf dem Feld stehen kann“, sagt Warm. „Es zeigt uns aber auch ganz deutlich, dass es wichtig ist, dass wir gesund bleiben.“

Die Spiele in Itali­en werden — wie in Deutsch­land — vor einer Geister­ku­lis­se abgehal­ten. Live dabei sein können die Fans am Strea­ming vor dem PC. Unter xyzsports.tv sind alle Spiele der deutschen Mannschaf­ten zu sehen. Fried­richs­ha­fen startet am Diens­tag um 19:30 Uhr gegen CEZ Karlo­vars­ko. Die Spiele am Mittwoch gegen Novosi­birsk und am Donners­tag gegen Trento begin­nen jeweils um 16 Uhr.