RAVENSBURG — Die Ravens­burg Towerstars haben auch das zweite von drei Spielen gegen die Topteams der DEL2 siegreich gestal­ten können. Das Team von Coach Peter Russell feier­te gegen den Tabel­len­zwei­ten Bad Nauheim einen 3:1 Sieg, dessen Grund­stein im Mittel­ab­schnitt mit drei Toren inner­halb von sieben Minuten gelegt wurde.

Mit 750 Zuschau­ern war die CHG Arena nach den neuen Corona-Aufla­gen maximal gefüllt und die Fans sollten ihr Kommen defini­tiv nicht bereu­en. Zwar mussten sie nach nur einer halben Minute den Atem anhal­ten, als ein Puck hinter dem Tor kurios neben dem bereits warten­den Keeper Jonas Langmann von der Bande abprall­te, der heran­stür­men­de ECBN „Goldhelm“ Jerry Polla­tro­ne nur knapp verpass­te. Danach waren es vor allem die Towerstars, die Druck auf das gegne­ri­sche Gehäu­se machten. Die Schei­be lief schnell durch die neutra­le Zone und dank hohem Tempo entwi­ckel­ten sich im gegne­ri­schen Drittel immer wieder Überzahl­si­tua­tio­nen. Philipp Maurer im Tor der hessi­schen Kurstäd­ter hatte alle Hände voll zu tun. Chancen verbuch­ten die Oberschwa­ben quer durch alle Sturm­rei­hen und für die sehens­wer­ten Kombi­na­tio­nen gab es immer wieder Szenen­ap­plaus. Zu ihren gefähr­lichs­ten Torsze­nen kamen die Gäste in der zwischen der 9.- und 11. Spiel­mi­nu­te, als Florin Kette­rer wegen Hakens auf die Straf­bank verbannt wurde. Treffer blieben im ersten Spiel­ab­schnitt zwar aus, beide Teams wurden für das flotte Spiel­ge­sche­hen aber mit Beifall in die erste Pause verabschiedet.

Im zweiten Spiel­drit­tel war das Manko der ineffek­ti­ven Chancen­ver­wer­tung schnell verges­sen. Gerade einmal 58 Sekun­den waren gespielt, als ein Distanz­schuss von James Bettau­er von einem Bad Nauhei­mer Schlitt­schuh unhalt­bar abgefälscht wurde und die Schei­be zum hochver­dien­ten 1:0 über die Linie rutsch­te. Stadi­on­spre­cher Marcus Haider hatte die Torschüt­zen­durch­sa­ge gerade abgeschlos­sen, da brann­te auch schon zum zweiten Mal der Jubel auf den Rängen auf. Wojciech Stachowi­ak, Förder­li­zenz­spie­ler des ERC Ingol­stadt, starte­te auf der rechten Seite einen selbst­be­wuss­ten Sololauf und drück­te den Puck entschlos­sen zum 2:0 ins linke Eck. Die Oberschwa­ben waren jetzt nicht mehr zu bremsen, unter­stützt von den Fans rollte ein Angriff nach dem anderen in Richtung Tor der Gäste. David Zucker und Louis Brune hatten in der 25.- und 27. Minute noch Pech im Abschluss, doch dann besorg­te Sam Herr das 3:0. Weite­re Treffer waren dank sehens­wer­ter Kombi­na­tio­nen mehrfach in Reich­wei­te, doch Gäste-Keeper Maurer erwies sich als reakti­ons­stark und mit gutem Stellungs­spiel. Das Schuss­ver­hält­nis von 19:9 bestä­tig­te mit der Pausen­si­re­ne die klare Dominanz der Towerstars auch im zweiten Abschnitt.

Das dritte Spiel­drit­tel starte­te mit einer durch­aus kniff­li­gen Situa­ti­on. Sam Herr musste nach nur 27 gespiel­ten Sekun­den auf die Straf­bank, das Unter­zahl­spiel der Oberschwa­ben war aller­dings sehr effek­tiv. Danach war klar, dass der EC Bad Nauheim bei diesem Spiel­stand die zuvor defen­siv gepräg­te Linie verlas­sen und mehr Risiko gehen würde. Towerstars-Keeper Jonas Langmann hatten jetzt deutlich mehr Arbeit zu bewäl­ti­gen und das Spiel war anders als in den 40 Minuten zuvor völlig offen. Eine gehöri­ge Porti­on Spannung kam obendrauf, als Stefan Reiter in der 51. Minute direkt nach einem Bully den Puck im Fallen z um 3:1 ins rechte Kreuz­eck lupfte. Die Gäste, die bis dato auf fremdem Eis in neun Spielen nur einen einzi­gen Punkt liegen­ge­las­sen hatten, bekamen dadurch weite­ren Auftrieb und mehrfach herrsch­te vor dem Ravens­bur­ger Tor Alarm. Dank einer aufop­fe­rungs­vol­len Defen­siv­ar­beit aller Mannschafts­tei­le ließen die Oberschwa­ben aber keinen Treffer mehr zu. Auch nicht in den letzten zwei Minuten, als Bad Nauheims Trainer Harry Lange den Torhü­ter zuguns­ten eines sechs­ten Feldspie­lers vom Eis holte.

„Das war heute erneut eine sehr konstan­te Teamleis­tung und ich bin sehr zufrie­den, dass wir wieder einen weite­ren Schritt zu unserer alten spiele­ri­schen Stärke gemacht haben“, zeigte sich Towerstars Trainer Peter Russell zufrie­den mit dem dritten Sieg in Folge.