LAUPHEIM – Am Donners­tag, dem 10. Dezem­ber wurde in der Focke­stra­ße die erste neue Warte­hal­le offizi­ell präsen­tiert. Die Warte­hal­len sollen das Angebot des öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehrs ergän­zen und verbessern.

Die neuen Warte­mög­lich­kei­ten bieten dabei weit mehr, als nur Schutz vor Wind und Wetter.  Hierbei spielt vor allem auch der Aspekt der Barrie­re­frei­heit eine große Rolle, damit die Nutzung des öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehrs ebenso Fahrgäs­te anspricht, die in ihrer Mobili­tät oder Senso­rik einge­schränkt sind. So wurde etwa bei der Gestal­tung der Sitzbän­ke daran gedacht, diese in unter­schied­li­che Sitzhö­hen zu instal­lie­ren. Ebenso sind diese mit einer Stütze ausge­stat­tet, um das Aufste­hen zu erleich­tern. „Wir wollten die Warte­hal­len so gestal­ten, dass diese die Bedürf­nis­se aller Fahrgäs­te abdecken. Daher wurde darauf geach­tet, dass Rollstuhl­fah­rer, ältere Menschen mit Rolla­tor oder Famili­en mit Kinder­wa­gen genug Platz zum Rangie­ren haben. Zudem wurden die Boden­flä­chen mit takti­len Elemen­ten ausge­stat­tet, um Perso­nen mit Sehein­schrän­kun­gen eine besse­re Orien­tie­rung zu geben“, erklärt Raymond Ihle, Techni­scher Leiter der Stadtwerke.

Bei der Gestal­tung wurde ein klares, einheit­li­ches Design verwen­det, welches sowohl das Stadt­lo­go als auch die Stadt­sil­hou­et­te aufgreift. Die Wände der Warte­hal­len sind dabei semi-trans­pa­rent gehal­ten, wodurch der Warte­be­reich hell und licht­durch­läs­sig gestal­tet wird. Die Gestal­tung der Wände dient darüber hinaus auch dem Vogel­schutz. So wurden spiegeln­de Flächen und große optische Öffnun­gen vermie­den, da diese die Tiere in ihrem Flugver­hal­ten stören. Die Warte­hal­len sollen in Zukunft ebenso einen Beitrag für die Umwelt leisten, weshalb diese optio­nal auf der Dachflä­che begrünt werden können. „Nicht nur Perso­nen, die öffent­li­che Verkehrs­mit­tel nutzen, unter­stüt­zen somit die Umwelt, auch die Hallen selbst können als Grünflä­chen dienen. Damit wird ein weite­rer Beitrag für mehr Nachhal­tig­keit und Arten­schutz geleis­tet“, freut sich Oberbür­ger­meis­ter Gerold Rechle. Bisher steht eine Warte­hal­le in der Focke­stra­ße, zwei weite­re in der Ritter-Heinrich-Straße in Baustet­ten und eine Warte­hal­le wurde in Bihla­fin­gen an der Grund­schu­le instal­liert. Sechs weite­re Warte­hal­len werden im Laufe des nächs­ten Jahres hinzukommen.