STUTTGART (dpa/lsw) — Ukrai­ne-Krieg, Energie­kri­se, Infla­ti­on: Wirtschaft und Verbrau­cher sind mit zahlrei­chen Risiken konfron­tiert. Die Unsicher­hei­ten schla­gen sich inzwi­schen auch auf dem Arbeits­markt nieder.

Die Zahl der Arbeits­lo­sen in Baden-Württem­berg ist im Juli weiter gestie­gen. Grund dafür sind unter anderem Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne, die bereits seit dem Vormo­nat in die Statis­tik einge­hen, wie die Regio­nal­di­rek­ti­on der Arbeits­agen­tur am Freitag in Stutt­gart berichtete.

Im Juli waren im Südwes­ten fast 226.900 Menschen arbeits­los gemel­det, rund 7 900 mehr als im Vormo­nat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te stieg im Vormo­nats­ver­gleich um 0,1 Punkte auf nun 3,6 Prozent. Im Juni 2021 hatte sie noch 3,8 Prozent betra­gen. Stich­tag für die Erhebung der Daten war der 12. Juli.

Die Zahl der Menschen ohne Job sei zum einen wegen der weite­ren Übernah­me von ukrai­ni­schen Geflüch­te­ten in die Grund­si­che­rung gestie­gen, sagte der regio­na­le Arbeits­agen­tur­chef Chris­ti­an Rauch. «Zum anderen lässt sich der Anstieg in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung auf die bestehen­den Unsicher­hei­ten in der Wirtschaft zurückführen.»

Die Ukrai­ne-Flücht­lin­ge werden nicht mehr nach dem Asylbe­wer­ber­leis­tungs­ge­setz, sondern im Sozial­ge­setz­bu