Modeschau­en in Corona-Zeiten — auch da ist nichts mehr, wie es war. Designer Giorgio Armani fehlt das Publi­kum, der Jubel und der Applaus.

Während der Hochpha­se der Virus-Pande­mie in Itali­en hatte er bereits an die Herstel­ler appel­liert, das Tempo zu drosseln. Jetzt sagte der Designer, man dürfe «die harte Lekti­on dieser schreck­li­chen Monate» nicht verges­sen und zu Norma­li­tät und Überfluss zurück­keh­ren.

Armani beton­te, dass digita­le Shows für ihn kein Ersatz für glück­li­che Momen­te am Laufsteg seien: «Das Digita­le ist ein kaltes, schnel­les und ablen­ken­des Medium», sagte er. «Ich zeige seit 1975 Mode am Laufsteg, natür­lich vermis­se ich das: die Konfron­ta­ti­on mit dem Publi­kum, den Applaus, den Jubel.» Aber er wolle nicht in unnüt­ze Nostal­gie verfal­len.

In der Haupt­stadt der Lombar­dei läuft noch bis 28. Septem­ber die Modemes­se für Frühjahr und Sommer 2021. Dabei hoffen viele Marken auf einen Neustart in der Branche, die unter dem Corona-Lockdown gelit­ten hat.

In Mailand stehen mehr als 60 Präsen­ta­tio­nen für Frauen- und Männer­klei­dung an, darun­ter Namen wie Valen­ti­no, Laura Biagot­ti und Emilio Pucci. Es gibt Dutzen­de digita­le Shows oder Filme, aber auch einige Live-Events, teils mit Übertra­gun­gen ins Netz oder auf Leinwän­de.