Mit viel Pathos wirbt Boris Johnson für sein Brexit-Gesetz — und sichert sich im briti­schen Unter­haus eine satte Mehrheit. Er sieht das Land auf einem brillan­ten Weg in die Zukunft. Doch vor allem aus einem Landes­teil kommt schar­fe Kritik. Eine Gefahr für die Einheit?

Gerade noch recht­zei­tig vor dem endgül­ti­gen Ausschei­den Großbri­tan­ni­ens aus der EU hat das briti­sche Unter­haus am Mittwoch dem Brexit-Handels­pakt zugestimmt.

Mit überwäl­ti­gen­der Mehrheit votier­ten die Abgeord­ne­ten des House of Commons für das entspre­chen­de Ratifi­zie­rungs­ge­setz — mit 521 zu 73 Stimmen. Zum Jahres­wech­sel in der Nacht zum Freitag endet die Brexit-Übergangs­pha­se und damit Großbri­tan­ni­ens Mitglied­schaft im EU-Binnen­markt und in der Zollunion.

Für Premier­mi­nis­ter Boris Johnson ist es ein großer Triumph. Mit viel Pathos warb der Premier­mi­nis­ter im Unter­haus für den Deal — als histo­ri­sche Chance und natio­na­le Erfül­lung gleicher­ma­ßen. Nun hätten die «alten, ausge­trock­ne­ten, müden, ausge­lutsch­ten Argumen­te» ein Ende, die das Land seit Jahren verfolg­ten. Endlich könne Großbri­tan­ni­en in eine «neue und große Zukunft» vorzudringen.

Es ist das Mantra, das Johnson seit langem wieder­holt. Erst jetzt könne Großbri­tan­ni­en wirklich souve­rän sein, mit Kontrol­le über Geset­ze und Gew