BÜHL (dpa/lsw) — Bühl nennt sich seit einer halben Ewigkeit «Zwetsch­gen­stadt». Doch um den Titel auch aufs Ortsein­gangs­schild schrei­ben zu dürfen, bedarf es eines offizi­el­len Antrags. Der Gemein­de­rat entschied sich im ersten Anlauf dagegen — und hatte offen­bar nicht mit den Bürgern gerechnet.

Der Gemein­de­rat von Bühl nimmt am heuti­gen Mittwoch einen neuen Anlauf zur Frage, ob die Kommu­ne im Landkreis Rastatt den offizi­el­len Titel «Zwetsch­gen­stadt» beantragt. Oberbür­ger­meis­ter Hubert Schnurr (partei­los) will in der Sitzung (ab 18.00 Uhr) eine entspre­chen­de Vorla­ge zur Abstim­mung geben. In einem ersten Durch­lauf Ende Juni hatten drei Stimmen gefehlt. Darauf­hin starte­ten Bürger eine Unter­schrif­ten­samm­lung für ein Bürger­be­geh­ren, die eine deutli­che Zustim­mung zeigte. Um die hohen Kosten für einen nun mögli­chen Bürger­ent­scheid zu sparen, könnte der Gemein­de­rat den Antrag beschlie­ßen. Beobach­ter gehen davon aus, dass das so passiert.

Ende Septem­ber hatten die Initia­to­ren des Bürger­be­geh­rens 3354 Unter­schrif­ten überge­ben. 2985 davon wurden laut der Vorla­ge bei einer Überprü­fung bestä­tigt — deutlich mehr als die 1683 Stimmen, die nötig gewesen wären. In der nun anste­hen­den Abstim­mung wären bei derzeit 25 Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­ten 20 Ja-Stimmen notwen­dig. «Sofern diese Mehrheit zustan­de kommt, entfällt der Bürger­ent­scheid und die Verwal­tung wird die Geneh­mi­gung zur Führung dieser Zusatz­be­zeich­nung über das Regie­rungs­prä­si­di­um beim Innen­mi­nis­te­ri­um beantra­gen», heißt es in der Vorla­ge des Oberbürgermeisters.

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