BERLIN (dpa) — Inmit­ten der massi­ven Omikron-Welle ringen Bund und Länder um einen prakti­ka­blen Kurs für Tests und das amtli­che Krisen­ma­nage­ment bei enormen Fallzah­len. Bekann­te Beschrän­kun­gen gelten vorerst weiter.

Im Kampf gegen die immer stärke­re Corona-Ausbrei­tung in Deutsch­land sollen weitrei­chen­de Alltags­auf­la­gen für Millio­nen Menschen noch länger bleiben. Bund und Länder beschlos­sen am Montag aber vorerst auch keine Verschärfungen.

Die Entwick­lung der Welle mit der neuen Virus­va­ri­an­te Omikron soll jedoch beobach­tet werden. Angesichts der beispiel­los hohen Infek­ti­ons­zah­len sollen genaue­re PCR-Labor­tests und das Nachver­fol­gen von Anste­ckungs­ket­ten stärker auf sensi­ble Berei­che konzen­triert werden. Fürs Impfen soll eine neue Kampa­gne werben.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in Berlin nach Beratun­gen mit den Minis­ter­prä­si­den­ten, es gelte, unver­än­dert vorsich­tig zu bleiben. «Die Richtung, die wir einschla­gen haben, hilft», sagte er zu den bestehen­den Zugangs­be­schrän­kun­gen am Arbeits­platz, in Bussen, Bahnen, Gaststät­ten und Geschäf­ten. Diese hätten dazu beigetra­gen, dass hohe Infek­ti­ons­zah­len später erreicht worden seien als anders­wo. Man wisse noch nicht, «ob wir mit einer drasti­sche­ren Situa­ti­on rechnen müssen oder gut durch­kom­men». Jetzt gelte daher erstmal: «Kurs halten». In einzel­nen Ländern wurden Aufla­gen für den Handel gericht­lich gekippt.

«Öffnungs­per­spek­ti­ven» entwickeln

Im Beschluss heißt es, bei einer drohen­der Überlas­tung des Gesund­heits­sys­tems würden Bund und Länder «weiter­ge­hen­de Maßnah­men zur Infek­ti­ons­kon­trol­le» verein­ba­ren. Zugleich wollen sie demn