Erstmals seit Anfang Novem­ber liegen alle baden-württem­ber­gi­schen Stadt- und Landkrei­se wieder unter einer Inzidenz von 200. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwoh­ner in einer Region sich binnen einer Woche mit dem Corona­vi­rus angesteckt haben. Sowohl im bislang stark betrof­fe­nen Enzkreis als auch im Landkreis Tuttlin­gen, in Pforz­heim und im Kreis Calw ging der Wert zurück. Die Schwel­le ist wichtig als Gradmes­ser für die in vielen Ländern geplan­te Beschrän­kung des Bewegungs­ra­di­us von 15 Kilome­tern um den Wohnort. In Baden-Württem­berg soll diese Aufla­ge zunächst aber nicht einge­führt werden.

Insge­samt stieg die Zahl der gemel­de­ten Corona-Neuin­fek­tio­nen im Südwes­ten dennoch erneut deutlich. Das Landes­ge­sund­heits­amt (LGA) verzeich­ne­te am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) 2506 neue Fälle, wie die Behör­de in Stutt­gart mitteil­te. Die Gesamt­zahl der Infek­tio­nen stieg damit auf 251 883. 50 weite­re Menschen starben mit oder an dem Virus, insge­samt sind es bislang 5229.

Eine Inter­pre­ta­ti­on der Daten bleibt schwie­rig, weil um Weihnach­ten und den Jahres­wech­sel Corona-Fälle laut RKI verzö­gert entdeckt, erfasst und übermit­telt wurden. Dem Verband Akkre­di­tier­ter Labore in der Medizin (ALM) zufol­ge war die Zahl der Labor­tests über den Jahres­wech­sel im Vergleich zur Weihnachts­wo­che noch einmal weiter gesun­ken. Vergli­chen mit der Woche vor Weihnach­ten hat sich die Zahl in der vergan­ge­nen Woche ungefähr halbiert.

«Wir erwar­ten, dass zum Jahres­an­fang mit der Öffnung von Arztpra­xen und Teststel­len wieder mehr Perso­nen getes­tet werden», hatte der erste Vorsit­zen­de des Verbands, Micha­el Müller, am Diens