STUTTGART (dpa/lsw) — Weniger Lehrkräf­te, mehr Unter­richts­aus­fall: Darauf müssen sich Schüler und Eltern im kommen­den Schul­jahr einstel­len, meint die Gewerk­schaft GEW. Das Land bekom­me viele Stellen nicht besetzt.

Der Lehrer­man­gel im Südwes­ten wird sich im nächs­ten Schul­jahr aus Sicht der Bildungs­ge­werk­schaft GEW noch weiter verschär­fen. Die Einstel­lungs­zah­len des Kultus­mi­nis­te­ri­ums zeigten, dass voraus­sicht­lich mehre­re hundert Stellen unbesetzt blieben, sagte GEW-Landes­chefin Monika Stein der Deutschen Presse-Agentur in Stutt­gart. Beson­ders an den Sonder­päd­ago­gi­schen Bildungs- und Beratungs­zen­tren (SBBZ) und bei der Inklu­si­on fehlten immer mehr Lehrkräf­te. Auch viele Beruf­li­che Schulen, Grund­schu­len und Schulen der Sekun­dar­stu­fe 1 würden abseh­bar mit zu wenig Perso­nal ins Schul­jahr starten. Das bedeu­te, dass sich Schüle­rin­nen und Schüler und ihre Eltern auf mehr Unter­richts­aus­fall einstel­len müssten.

Stein sagte dazu: «Es ist für die 130 000 Lehrkräf­te an den 4500 Schulen frustrie­rend, dass sie auch im nächs­ten Schul­jahr jonglie­ren müssen, um den Pflicht­un­ter­richt einiger­ma­ßen sicher­zu­stel­len.» Das sei beson­ders ärger­lich, weil die Situa­ti­on im Unter­schied zur Corona-Krise oder dem Ukrai­ne-Krieg vorher­seh­bar gewesen sei. Hätte die grün-geführ­te Landes­re­gie­rung 2012 die vorlie­gen­den Zahlen des Stati­sches Landes­am­tes ernst genom­men und ausrei­chend Studi­en­plät­ze geschaf­fen, könnten jetzt alle Stellen besetzt werden. «Wir erwar­ten, dass die grün-schwar­ze Landes­re­gie­rung endlich den Ernst der Lage in Kitas und Schulen begreift und mit den notwen­di­gen Inves­ti­tio­nen im nächs­ten Landes­haus­halt reagiert.»

Stein erklär­te, die Gymna­si­en seien die einzi­ge Schul­art, in der fast alle Stellen besetzt werden konnten — bis auf bestimm­te Mangelfächer.
Stein beklag­te, dass die ständi­ge Vertre­tungs­re­ser­ve mit 1945 Stellen viel zu klein sei, den es gebe 5000 bis 7000 dauer­haf­ten Ausfäl­le. Schon am ersten Schul­tag seien alle Vertre­tungs­kräf­te einge­plant. «Da kaum wei