Die Präsi­den­tin der Deutschen Gesell­schaft für Epide­mio­lo­gie, Eva Grill, dringt auf ein rasches Eindäm­men der Corona-Pande­mie. «Im Moment kann die Aussa­ge nur sein, dass die Infek­ti­ons­zah­len so schnell wie möglich gesenkt werden müssen, und das gelingt nur im Zusam­men­spiel von allen verfüg­ba­ren Maßnah­men», teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. Dazu zähle Homeof­fice als «essen­zi­el­ler Bestand­teil der kontakt­ver­min­dern­den Maßnah­men». «Das ist wirklich wichtig, dass Kontak­te auf allen Ebenen vermie­den werden, und auch Arbeit­ge­ber sollten das aktiv fördern, dass Menschen nicht an die Arbeits­stel­le pendeln müssen», so Grill am Dienstag.

Wie das aktuel­le Infek­ti­ons­ge­sche­hen ist, lasse sich wegen weniger Tests und einiger geschlos­se­ner Labore über Weihnach­ten und Neujahr schwer sagen, erläu­ter­te die Präsi­den­tin der Gesell­schaft mit Sitz in Ulm, die auch Profes­so­rin für Epide­mio­lo­gie an der Ludwig-Maximi­li­ans-Univer­si­tät München ist. «Wir werden also im Lauf dieser und nächs­ter Woche erst sehen, welche Entwick­lun­gen sich über die Feier­ta­ge ergeben haben.» Daher könne man im Moment Effek­te von Homeof­fice oder fehlen­dem Homeof­fice auch nicht robust beurteilen.

Die Infek­ti­ons­zah­len seien vermut­lich im Rückgang. Das lasse sich davon ablei­ten, dass seit einigen Tagen weniger Inten­siv­bet­ten belegt seien. «Man muss aber auch beden­ken, dass die Bel