«Ich bin überzeugt davon, dass uns diese Kanzle­rin fehlen wird», sagte Kretsch­mann im Inter­view mit der «Heilbron­ner Stimme», dem «Mannhei­mer Morgen» und dem «Südku­rier» (Samstag). Sie fehle künftig nicht nur wegen ihrer Politik in Zeiten der Corona-Pande­mie, sondern auch wegen ihres Umgangs mit den vielen autori­tä­ren Regimen und Regie­rungs­chefs in der ganzen Welt.

Merkel sei eine krisen­er­fah­re­ne Regie­rungs­chefin. Sie habe Ausdau­er und einen langen Atem. «Ihre unprä­ten­tiö­se Art ist etwas, was sehr gut zu einer Krisen­po­li­ti­ke­rin passt. Wohin man in der Welt auch kommt, benei­den uns alle um eine solche Kanzle­rin», lobte Kretsch­mann die Arbeit der CDU-Politi­ke­rin. Das Amt tauschen will der Grünen-Politi­ker mit ihr nicht. Er sei ganz froh darüber, dass er nur Minis­ter­prä­si­dent sei, und nicht mit den Putins, Trumps und Orbans dieser Welt telefo­nie­ren müsse.

Schon in Zeiten der Flücht­lings­kri­se hatte Kretsch­mann seine Sympa­thie für Merkel öffent­lich bekun­det. Damals erklär­te der Grüne-Politi­ker, er bete für die Kanzle­rin.