KIEW (dpa) — Die Ukrai­ne hat in den vergan­ge­nen Tagen laut Präsi­dent Selen­skyj Dutzen­de Ortschaf­ten aus russi­scher Besat­zung befreit. «Unsere Solda­ten stoppen nicht», verspricht. Meldun­gen im Überblick.

Bei dem Vormarsch der ukrai­ni­schen Armee sind nach Angaben von Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj in den vergan­ge­nen Tagen Dutzen­de Ortschaf­ten aus russi­scher Besat­zung befreit worden. Es gebe gute Nachrich­ten, sagte Selen­skyj in einer in Kiew verbrei­te­ten Videobotschaft.

«Die ukrai­ni­sche Armee dringt ziemlich schnell und kraft­voll vor bei der gegen­wär­ti­gen Vertei­di­gungs­ope­ra­ti­on im Süden unseres Landes.» Es seien Ortschaf­ten in den Gebie­ten Cherson, Charkiw, Luhansk und Donezk wieder unter ukrai­ni­sche Kontrol­le gebracht worden.

Insbe­son­de­re im Gebiet Cherson im Süden seien Ortschaf­ten befreit worden. Die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te sprachen am Abend von insge­samt acht Siedlun­gen. «Unsere Solda­ten stoppen nicht. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Okkupan­ten von unserem Land vertrie­ben haben», sagte Selenskyj.

Die Ukrai­ne meldet nach der völker­rechts­wid­ri­gen Annexi­on mehre­rer Gebie­te durch Russland immer wieder Erfol­ge bei ihrer Gegen­of­fen­si­ve. Der Vormarsch der Truppen berei­tet den russi­schen Einhei­ten gleich an mehre­ren Front­ab­schnit­ten Proble­me. Russland hatte zuletzt Truppen zurück­ge­zo­gen, um eine Einkes­se­lung zu verhindern.

Kreml­chef Wladi­mir Putin hatte überdies zur Verstär­kung der russi­schen Streit­kräf­te eine Teilmo­bil­ma­chung angeord­net. Von 300.000 Reser­vis­ten, die einge­zo­gen werden sollen, seien inzwi­schen zwei Drittel einbe­ru­fen, hatte Vertei­di­gungs­mi­nis­ter Sergej Schoi­gu zuvor mitgeteilt.

Russland war am 24. Febru­ar in die Ukrai­ne einmar­schiert und hat inzwi­schen vier Gebie­te in der Süd- und Ostukrai­ne annek­tiert. Präsi­dent Putin hatte am Freitag mit den von Moskau einge­setz­ten Besat­zern die inter­na­tio­nal nicht anerkann­ten Verträ­ge über den Beitritt unter­zeich­net. Nach Russlands Staats­du­ma ratifi­zier­te am Diens­tag auch der Födera­ti­ons­rat Moskaus die völker­rechts­wid­ri­ge Einver­lei­bung. Putin muss das Annexi­