SIMFEROPOL/KIEW/MOSKAU (dpa) — Die Explo­si­on auf der Krim-Brücke bedeu­tet die nächs­te Eskala­ti­on im Krieg gegen die Ukrai­ne. Der Kreml hat keine Antwort parat, Kiew hinge­gen bietet gleich mehre­re an. Die aktuel­len Entwicklungen.

Eine schwe­re Explo­si­on auf der für Russland wichti­gen Krim-Brücke hat inter­na­tio­nal Befürch­tun­gen vor einer weite­ren Eskala­ti­on des Konflikts geweckt.

Doch Moskau blieb — zumin­dest am Samstag — eine schnel­le und klare Antwort schul­dig. Die ukrai­ni­sche Führung ihrer­seits übt sich in Schaden­freu­de, ohne offizi­ell die Verant­wor­tung für den mutmaß­li­chen Anschlag zu überneh­men. Am Abend wurde der Verkehr über die Brücke im begrenz­ten Umfang wieder aufgenommen.

Selen­skyj lässt ukrai­ni­sche Betei­li­gung an Explo­si­on offen

Der ukrai­ni­sche Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj ließ eine Betei­li­gung seines Landes an der Explo­si­on auf der Krim-Brücke offen. In der Ukrai­ne sei es großteils sonnig und warm gewesen, «auf der Krim leider bewölkt, obwohl auch dort warm», sagte er in seiner tägli­chen Video­an­spra­che in Anspie­lung auf die morgend­li­che Detona­ti­on an der Brücke. Näher ging er auf den Vorfall nicht ein. Anschlie­ßend forder­te er die Russen einmal mehr zur Aufga­be und Flucht auf. Das sei ihre beste Option, um am Leben zu bleiben. Es werde eine Zukunft ohne Besat­zer geben in der Ukrai­ne. «Auf unserem ganzen Terri­to­ri­um, insbe­son­de­re auf der Krim», sagte er.

Die für Russland strate­gisch und symbo­lisch wichti­ge Krim-Brücke war am frühen Sam