DEBLIN (dpa) — Ein eintä­gi­ger Kurs soll Nachwuchs für Polens Streit­kräf­te anwer­ben und den Bürgern Kennt­nis­se für den Ernst­fall vermit­teln. Das Land will die Zahl seiner Solda­ten verdoppeln.

Durch die hügeli­ge Landschaft auf dem Großbild­schirm fährt ein Panzer. Plötz­lich tauchen hinter einer Mauer feind­li­che Solda­ten auf. Sofia Adach packt das schwar­ze Sturm­ge­wehr fester, zielt und drückt ab. Rote Punkte markie­ren ihre Treffer auf dem Bildschirm.

«Beim Schie­ßen nicht den Atem anhal­ten, einfach ruhig weiter­at­men», sagt Stabs­un­ter­of­fi­zie­rin Magda­le­na Porow­s­ka. Mit ausge­streck­ten Arm zeigt sie der Schüt­zin, in welchem Winkel sie das Sturm­ge­wehr halten soll.

Die Schieß­übung im Simula­tor ist Teil einer kosten­lo­sen eintä­gi­gen militä­ri­schen Schulung, die Polens Militär den Bürgern neuer­dings anbie­tet. Solda­ten zeigen den Umgang mit Waffen, richti­ges Verhal­ten in Gefah­ren­si­tua­tio­nen und Grund­la­gen der Orien­tie­rung im Gelän