Die neue Landes­chefin positio­nier­te sich auf der Versamm­lung klar gegen eine Zusam­men­ar­beit mit der CDU im Land. Die Landes-SPD müsse jedwe­der Koali­ti­on mit der CDU im Landtag eine klare Absage ertei­len, um kein Teil einer Koali­ti­on des Still­stands zu werden, sagte sie. Herter forder­te ein festes Endda­tum für den Verbren­nungs­mo­tor und einen Mietpreis­de­ckel für Baden-Württem­berg.

Der inter­ne Daten­skan­dal, der die Südwest-Jusos vergan­ge­nes Jahr durch­schüt­tel­te, sei auf der Versamm­lung kein Thema mehr gewesen, sagte Hambach. Keiner habe mehr Lust auf Selbst­be­schäf­ti­gung. Der frühe­re Juso-Landes­chef Leon Hahn hatte damals zugege­ben, unrecht­mä­ßig erlang­te Mitglie­der­da­ten aus der SPD genutzt zu haben, um — so seine Aussa­ge — Mehrheits­ver­hält­nis­se auf SPD-Partei­ta­gen besser einschät­zen zu können. Landes­da­ten­schüt­zer Stefan Brink verhäng­te gegen Hahn eine Geldbu­ße in Höhe von 2500 Euro. Zudem wählten die Jusos im Juni 2019 ihre damali­ge Vorsit­zen­de Stepha­nie Berni­ckel ab, der ebenfalls vorge­wor­fen worden war, in den Skandal verwi­ckelt zu sein. Ihr vom Skandal unbelas­te­ter Nachfol­ger Pavlos Wacker wollte aber nun nach nur rund einem Jahr Amtszeit nicht mehr antre­ten — aus persön­li­chen Gründen, wie es heißt.