DAMASKUS (dpa) — Die Stadt Latakia ist erneut angegrif­fen worden. Nach syrischen Angaben habe Israel mit Raketen eine Lager­flä­che für Schiff­s­con­tai­ner attackiert. Es soll sich um Contai­ner mit Waffen und Muniti­on handeln.

Bei einem Luftan­griff ist syrischen Angaben zufol­ge zum zweiten Mal in diesem Monat der Hafen der Stadt Latakia im Nordwes­ten des Bürger­kriegs­lan­des attackiert worden.

Israel habe im Morgen­grau­en mit Raketen eine Lager­flä­che für Schiff­s­con­tai­ner in dem Hafen angegrif­fen, melde­te die staat­li­che syrische Nachrich­ten­agen­tur Sana unter Berufung auf militä­ri­sche Kreise. Mehre­re Contai­ner gerie­ten demnach in Brand. Die Feuer­wehr sei bei Lösch­ar­bei­ten im Einsatz, hieß es. Die israe­li­sche Armee äußer­te sich nicht zu den Berichten.

Nach Angaben der Syrischen Beobach­tungs­stel­le für Menschen­rech­te handel­te es sich um Contai­ner mit Waffen und Muniti­on. Angaben dazu, woher diese stamm­ten, machten sie zunächst nicht. Demnach entstand ein großer Sachschaden.

Bei einem israe­li­schen Luftan­griff Anfang Dezem­ber wurde das gleiche Gebiet in dem Hafen beschos­sen. Dem syrischen Fernse­hen zufol­ge waren mindes­tens sechs laute Explo­sio­nen zu hören. Aufnah­men zeigten ein großes Feuer.

Israels Luftwaf­fe bombar­diert regel­mä­ßig Ziele im benach­bar­ten Bürger­kriegs­land Syrien. Israel will verhin­dern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbün­de­te Milizen ihren militä­ri­schen Einfluss in Syrien auswei­ten. Der Iran ist neben Russland im Bürger­krieg der wichtigs­te Verbün­de­te der syrischen Regierung.