Am Ende war der Druck in der Affäre um die Corona-Schutz­mas­ken zu stark. Nikolas Löbel zieht die Konse­quen­zen: Er verab­schie­det sich unmit­tel­bar und komplett aus dem politi­schen Geschäft.

MANNHEIM (dpa) — Der unter Druck gerate­ne Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­te Nikolas Löbel zieht weite­re Konse­quen­zen aus der Affäre um Geschäf­te mit Corona-Masken und gibt sein Bundes­tags­man­dat sofort zurück.

«Um weite­ren Schaden von meiner Partei abzuwen­den, lege ich mein Bundes­tags­man­dat mit sofor­ti­ger Wirkung nieder», teilt er mit. Die Affäre um die fragwür­di­gen Geschäf­te mit Corona-Masken hatte die Union im Südwes­ten eine Woche vor der Landtags­wahl in Bedräng­nis gebracht. Der 34-Jähri­ge hatte nach geball­tem Druck aus der Union zunächst angekün­digt, sein Bundes­tags­man­dat Ende August nieder­zu­le­gen und nicht — wie geplant — für den nächs­ten Bundes­tag zu kandi­die­ren. Zahlrei­che CDU-Politi­ker in Bund und Land sowie sein Kreis­ver­band in Mannheim hatten Löbel darauf­hin mit teils drasti­schen Worten aufge­for­dert, sich unver­züg­lich aus dem Bundes­tag zurückzuziehen.

Der CDU-Parla­men­ta­ri­er hatte zuvor eine Betei­li­gung an Geschäf­ten mit Corona-Schutz­mas­ken bestä­tigt und Fehler einge­räumt. Seine Firma hat demnach Provi­sio­nen von rund 250.000 Euro kassiert, weil sie Kaufver­trä­ge über Masken zwischen einem baden-württem­ber­gi­schen Liefe­ran­ten und zwei Privat­un­ter­neh­men in Heidel­berg und Mannheim