TELTOW (dpa) — Noch immer erholen sich noch viele Menschen von den Langzeit­fol­gen ihrer Corona-Infek­ti­on — und die Corona-Herbst­wel­le baut sich immer mehr auf. Auch bei Post Covid könnten die Zahlen erneut steigen.

Beim Duschen hat sie Schmer­zen, Kleidung auf der Haut ist kaum zu ertra­gen. «Auf dem Kopf war es, als wenn Nadel­sti­che mich treffen», so schil­dert es die Post-Covid-Patien­tin. Bei Silva­na Heller-Scheu­ne­mann hatte eine Corona-Infek­ti­on hefti­ge Spätfol­gen — so wie für viele andere Menschen in Deutsch­land auch. Wenn die Corona-Zahlen mit der wachsen­den Herbst­wel­le nun wieder steigen, könnte auch Post Covid weiter zunehmen.

Typisch für Post Covid sind kogni­ti­ve Einschrän­kun­gen. Heller-Scheu­ne­mann, die derzeit eine Thera­pie im Reha-Zentrum Seehof im branden­bur­gi­schen Teltow macht, bemerk­te nach ihrer Erkran­kung im Febru­ar 2022 plötz­lich Gedächt­nis­lü­cken. «Ich konnte mich nicht mehr an Wege erinnern», schil­dert die 50-Jähri­ge. «Ich konnte nicht richtig schrei­ben, teilwei­se kamen Buchsta­ben in Spiegel­schrift aufs Papier. Das war dann schon sehr beängs­ti­gend, auch weil natür­lich der erste Gedan­ke kam: «Kann ich meinen Job so machen?»»