STUTTGART (dpa/lsw) — Die Obstbau­ern im Südwes­ten können sich dieses Jahr voraus­sicht­lich wieder über eine etwas besse­re Ernte freuen. Nach vorläu­fi­gen Schät­zun­gen könne mit einer Apfel­ern­te von 373.000 Tonnen gerech­net werden, teilte das Statis­ti­sche Landes­amt am Mittwoch in Stutt­gart mit. Die prognos­ti­zier­te Ernte­men­ge liege damit acht Prozent über dem Vorjah­res­wert und über dem Durch­schnitt der letzten fünf Jahre. Es sei aber noch unsicher, wie sich Hitze und Trocken­heit auf den weite­ren Wachs­tums­ver­lauf der Äpfel auswir­ken. Immer wieder werde von kleine­ren Früch­ten oder Sonnen­brand berichtet.

Während die frühen Apfel­sor­ten nun zur Ernte anstün­den, sei die Kirschern­te bereits abgeschlos­sen, hieß es weiter. Insge­samt 18.200 Tonnen Süßkir­schen wurden geern­tet und damit über 40 Prozent mehr als im schwa­chen Vorjahr. Regen während der Ernte­zeit und Kirsch­essig­flie­gen hätten eine höhere Ernte­men­ge verhin­dert, schrie­ben die Statis­ti­ker. Mit 1800 Tonnen lag die Ernte­men­ge bei den Sauer­kir­schen auch leicht über dem Vorjahreswert.

Die anste­hen­de Pflau­men- und Zwetsch­gen­ern­te dürfte nach Eindruck der Ernte­be­richt­erstat­ter mit 15.900 Tonnen auch deutlich über dem schwa­chen Vorjah­res­wert von 10.000 Tonnen liegen.