BERLIN (dpa) — Masken­emp­feh­lung statt Masken­pflicht? Ein Bundes­land prescht mit der Idee nach vorn. In Berlin sind die Meinun­gen dazu geteilt — viele lehnen eine Locke­rung ab.

Ein Vorstoß aus Schles­wig-Holstein für ein Ende der Masken­pflicht in Bussen und Bahnen ist in der Bundes­po­li­tik auf ein geteil­tes Echo gesto­ßen. Der gesund­heits­po­li­ti­sche Sprecher der FDP-Frakti­on, Andrew Ullmann, sagte der «Welt»: «Wir plädie­ren für eine Masken­emp­feh­lung statt einer Masken­pflicht. Denn Bürge­rin­nen und Bürger können sich selbst schüt­zen und eigen­ver­ant­wort­lich entscheiden.»

Der gesund­heits­po­li­ti­sche Sprecher der Grünen im Bundes­tag, Janosch Dahmen, lehnte eine Locke­rung der Masken­pflicht im Nahver­kehr dagegen ebenso ab wie die von vier Bundes­län­dern angekün­dig­te Aufhe­bung der Isola­ti­ons­pflicht für Corona-Infizierte.

«Es gibt keine neuen, medizi­nisch eviden­ten Gründe, warum jetzt von den bisher gesetz­lich vorge­se­he­nen Abson­de­rungs- und Isola­ti­ons­pflich­ten oder aber der Masken­pflicht im Nahver­kehr abgewi­chen werden sollte», sagte Dahmen der «Welt». Im Gegen­teil sei die «konse­quen­te Unter­bre­chung von Corona-Infek­ti­