In der Landes­haupt­stadt steigen die Infek­ti­ons­zah­len zuletzt stark. Nun greift die Stadt durch und hat für Mitte der Woche stren­ge Maßnah­men angekün­digt.

So wird etwa in der Innen­stadt das Tragen eines Mund-Nasen-Schut­zes verpflich­tend. Der Verkauf von Alkohol soll auf bestimm­ten Plätzen ab 21 Uhr, der Konsum ab 23 Uhr verbo­ten werden. Diese Beschrän­kun­gen gelten laut Stadt für zunächst zwei Wochen. Bei priva­ten Feiern sind demnächst nur noch zehn Teilneh­mer erlaubt, in öffent­li­chen und angemie­te­ten Räumen dann 25, teilte ein Sprecher des Stadt mit. Illega­le Party sollen durch mehr Kontrol­len verhin­dert werden.

Zudem mobili­siert die Stadt zur Verfol­gung von Kontakt­per­so­nen im Zuge der Corona-Pande­mie die ganze Stadt­ver­wal­tung und erbit­tet die Hilfe der Bundes­wehr. «Wir müssen jetzt entschie­den handeln, um die Zahl der Neuin­fek­tio­nen sofort wieder runter zu bekom­men», sagte Oberbür­ger­meis­ter Fritz Kuhn (Grüne) zur Begrün­dung der Maßnah­men.

Neben Stutt­gart ist der Kreis Esslin­gen der «Hotspot» im Land. Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 74,4. Die Zahl der nachge­wie­se­nen Corona­vi­rus-Infek­tio­nen im ganzen Land stieg am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 477 auf 54 330 Fälle. Die Zahl der Toten im Zusam­men­hang mit dem Virus nahm nicht zu, sie liegt bei 1901.