STUTTGART (dpa/lsw) — Die meisten Kommu­nen in Baden-Württem­berg — knapp 970 von den 1101 — können von einem Hochwas­ser betrof­fen sein. Das teilte das Umwelt­mi­nis­te­ri­um am Donners­tag in Stutt­gart mit. Es seien an etwa 12.000 Fluss­ki­lo­me­tern Risiko­ge­bie­te festge­legt worden.

Minis­te­rin Thekla Walker (Grüne) sagte, an den Risiko­ge­wäs­sern seien Hochwas­ser-Gefah­ren­kar­ten und ‑Risiko­ka­r­ten erstellt worden, auf deren Grund­la­ge die zahlrei­chen Vorsor­ge­maß­nah­men erarbei­tet und mit den Akteu­ren vor Ort abgestimmt würden.

Eine Berech­nung aus dem Jahr 2018 zeigt laut Walker, dass in ganz Baden-Württem­berg bei einem 100-jährli­chen Hochwas­ser­er­eig­nis ein Schadens­po­ten­zi­al von 5,1 Milli­ar­den Euro an den Risiko­ge­wäs­sern vorlie­ge. «Bei einem Extrem­ereig­nis beträgt das Schadens­po­ten­zi­al sogar 29,6 Milli­ar­den Euro.»