Verbrau­cher kaufen mehr Konser­ven, geschlos­se­ne Restau­rants fallen als Kunden weg: Die Folgen der Corona-Krise zeigen sich auch bei der Fisch­wirt­schaft. Umwelt­schüt­zer betrach­ten den Fisch­kon­sum in Deutsch­land mit Sorge.

Das zeige sich beispiels­wei­se bei den Einkäu­fen von Fisch­kon­ser­ven, die in den Monaten Febru­ar und März einen Nachfra­ge­schub von bis zu 46 Prozent verzeich­net hätten. Auch in den Wochen danach hätten Kunden viel lang haltba­re Fisch­pro­duk­ten gekauft.

Cathe­ri­ne Zucco von der Umwelt­stif­tung WWF Deutsch­land sagte zu dieser Entwick­lung: «Der Griff zur Fisch­kon­ser­ve in der Corona-Krise ist verständ­lich, aber auch der Fisch in der Dose steckt in der Krise», erklär­te die Fische­rei-Exper­tin. «Thunfisch­fän­ge haben sich seit den 80er Jahren verdop­pelt, das bringt viele Bestän­de in Gefahr.» Beim Fisch­ein­kauf sei es wichtig auf die Art, Herkunft und Produk­ti­ons­me­tho­de achten.

Auch der europäi­sche Iglo-Mutter­kon­zern Nomad Foods (London) berich­te­te, dass Menschen in Corona-Zeiten beim Einkauf verstärkt zu Tiefkühl­pro­duk­ten greifen. Er verzeich­ne­te im ersten Halbjahr 202