Ihr Ziel der „CO2-Neutra­li­tät bis 2021“ hat die Volks­bank Ulm-Biber­ach eG bereits in diesem Jahr erreicht. Neben zahlrei­chen Bestre­bun­gen ihren CO2-Ausstoß konti­nu­ier­lich zu reduzie­ren, kompen­sier­te die Genos­sen­schafts­bank die verblei­ben­den, nicht vermeid­ba­ren 1.172 Tonnen CO2-Emissi­on des vergan­ge­nen Jahres vollstän­dig mit der Unter­stüt­zung eines Klima­schutz­pro­jekts für nachhal­ti­ge Forst­wirt­schaft in der Amazo­nas Region Madre de Dios, Peru.

ULMErst vor wenigen Monaten hatte die Bank den ersten Meilen­stein auf dem Weg zur vollstän­di­gen Klima­neu­tra­li­tät erreicht und ihren gesam­ten Fuhrpark klima­neu­tral gestellt. Heute verkün­de­te Ralph P. Blanken­berg, Vorstands­spre­cher der Volks­bank Ulm-Biber­ach eG: „Ab sofort arbei­ten wir zu 100 Prozent klima­neu­tral und haben somit ein wichti­ges Ziel bereits ein Jahr früher als geplant erreicht.“

Im letzten Jahr hatte die Volks­bank begon­nen, hierfür alle wichti­gen Daten zu erfas­sen, zu prüfen, wo der Ausstoß an Treib­haus­ga­sen reduziert oder sogar vermie­den werden kann, und sich zum Ziel gesetzt bis 2021 eine „CO2-Bilanz von null“ zu errei­chen. „Dank des großen Engage­ments aller Betei­lig­ten ist es uns gelun­gen, alle Anfor­de­run­gen zügig zu erfül­len und die Stell­schrau­ben für weite­re Reduzie­run­gen aufzu­de­cken“, freut sich der Vorstands­spre­cher. Aller­dings könne „kein Unter­neh­men sämtli­che CO2-Emissio­nen vermei­den“, erklär­te Vorstands­kol­le­ge Stefan Hell. „Auch unsere Reduzie­rungs­po­ten­zia­le unter­lie­gen techni­schen und wirtschaft­li­chen Grenzen.“ In ihrer Bilan­zie­rung hat die Volks­bank alle direk­ten, indirek­ten und mobilen Emissio­nen berück­sich­tigt, entstan­den durch Energie­nut­zung (Strom und Fernwär­me), Dienst­rei­sen, Anschaf­fung elektro­ni­scher Geräte (PCs, Notebooks, Geldaus­ga­be­au­to­ma­ten etc.), durch Arbeits­we­ge der Mitar­bei­ter, Papier- und Wasser­ver­brauch sowie durch die Verpfle­gung bei Bespre­chun­gen und Kunden­ter­mi­nen. Nicht zuletzt hat die Bank auch alle Emissio­nen durch inter­ne und exter­ne Veran­stal­tun­gen mit in die Berech­nung einflie­ßen lassen. Die in Summe so entstan­de­nen, nicht vermeid­ba­ren 1.172 Tonnen Kohlen­di­oxid (inklu­si­ve der bereits kompen­sier­ten 131 Tonnen für den Fuhrpark) hat die Bank vollstän­dig durch den Erwerb von CO2-Minde­rungs­zer­ti­fi­ka­ten mit Verified Carbon Standard ausge­gli­chen. Über ihren Partner, die First Clima­te AG, wird dabei das Klima­schutz­pro­jekt „Vermie­de­ne Abhol­zung in der Amazo­nas Region Madre de Dios, Peru“ zur nachhal­ti­gen Forst­wirt­schaft unter­stützt. „Hier haben wir Gewiss­heit, dass unsere Gelder sinnvoll inves­tiert sind und überneh­men gleich­zei­tig Verant­wor­tung sowohl für unsere Region als auch für die Welt. Im konkre­ten Fall helfen wir, ein Stück des Amazo­nas-Regen­wal­des zu sichern“, so Vorstands­mit­glied Alexan­der André Schul­ze.

Aber auch für die Zukunft steht für den Gesamt­vor­stand fest: „Reduzie­ren kommt vor Kompen­sie­ren! Unser erklär­tes Ziel ist es, den ökolo­gi­schen Fußab­druck unseres Hauses weiter konti­nu­ier­lich zu verrin­gern.“ Als eine mögli­che Stell­schrau­be sehen die Vorstän­de dabei den größten Emissi­ons­fak­tor, den Arbeits­weg der Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter, der bezogen auf die Gesamt­emis­si­on der Bank 2019 bei 51 Prozent lag. Darüber hinaus ergreift die Volks­bank bereits zahlrei­che Maßnah­men, um ihren Fußab­druck zu reduzie­ren: wie die seit 2012 jährlich statt­fin­den­de Baumpflanz­ak­ti­on, der Bezug von 100 Prozent Natur­strom, Elektro­au­to und Fahrrä­der, den konse­quen­ten Einkauf fair gehan­del­ter und biolo­gi­scher Erzeug­nis­se, die Verga­be von Hochbee­ten an Schulen und Kinder­gär­ten sowie die Pflege zweier Bienen­völ­ker auf dem Dach ihrer Haupt­stel­le, um nur einige Beispie­le zu nennen. Darauf wird das Genos­sen­schafts­in­sti­tut auch in Zukunft aufbau­en und die Maßnah­men weiter ausbau­en, kündig­ten die drei Vorstän­de an.