Die kleine Löwin war am Diens­tag nach einem Auffahr­un­fall auf der Autobahn 5 mit vier Verletz­ten südlich von Heidel­berg in einem Anhän­ger eines Klein­bus­ses in einer Box entdeckt worden. Sie war unver­letzt geblie­ben. Weiße Löwen sind sehr selten.

Das Repti­li­um in Landau sei grund­sätz­lich als Auffang­sta­ti­on regis­triert, sagte Bisch­off. Eigent­lich sei man auf Repti­li­en spezia­li­siert, aber im Notfall betreue man alle Tiere. Die Tiernot­ret­tung habe zunächst versucht, das Löwen­ba­by in Heidel­berg unter­zu­brin­gen — was aber nicht geklappt habe. Als die Anfra­ge dann nach Landau kam, habe man sofort ja gesagt. «Es war klar, dass wir in so einem Fall die Möglich­kei­ten schaf­fen, das Tier bei uns artge­recht tempo­rär aufzu­neh­men», sagte er. Wie lange, wisse er nicht.

Lea sei von einem Tierarzt durch­ge­checkt worden. «Man kann innere Verlet­zun­gen ausschlie­ßen.» Die Löwin sei in Quaran­tä­ne unter­ge­bracht und werde rund um die Uhr betreut. «Es geht ihr sehr gut.» Laut Unter­la­gen komme das Tier wohl aus der Slowa­kei.

Ob es sich um einen legalen oder illega­len Trans­port gehan­delt hat, sei noch unklar, sagte Bisch­off. Die Unter­la­gen seien auf den ersten Blick in Ordnung gewesen. Fragwür­dig sei nur, warum das Tier so jung von der Mutter genom­men worden sei. Möglich sei, dass die Mutter es abgesto­ßen habe. «Da muss noch vieles geklärt werden.» Ziel des Trans­ports soll mögli­cher­wei­se Spani­en gewesen sein.

Im «Repti­li­um — Terra­ri­en und Wüsten­zoo» gibt es rund 1300 Tiere aus 130 verschie­den Arten. Vor zweiein­halb Jahren habe der Zoo schon mal andere Tiere aufge­nom­men: «Wir haben da ausge­setz­te Wasch­bä­ren mit Fläsch­chen aufge­zo­gen», erzähl­te Bisch­off. «Löwen hatten wir aber bisher noch nie.»