In einem Brief des Grünen-Politi­kers an seine Kolle­gin fordert er Unter­stüt­zung für sein Vorha­ben und lehnt Kompro­mis­se ab. Er verlangt insge­samt fünf Verän­de­run­gen, zu denen auch gehört, den Autover­kehr in den Städten um ein Drittel zu reduzie­ren und jedes dritte Auto klima­neu­tral anzutrei­ben. «Die Strei­chung einzel­ner Maßnah­men oder das Aufwei­chen der fünf Eckpunk­te würde unwei­ger­lich zur Verfeh­lung der Ziele zur Emissi­ons­min­de­rung im Verkehrs­sek­tor führen», schreibt Hermann an Hoffmeis­ter-Kraut. Zunächst hatten die «Stutt­gar­ter Nachrich­ten» darüber berich­tet.

Die Spreche­rin der CDU-Politi­ke­rin entgeg­ne­te, auch angesichts der aktuel­len Entwick­lun­gen im Mobili­täts­sek­tor und des Poten­ti­als klima­freund­li­cher Antriebs­sys­te­me und Kraft­stof­fe seien das Ziel zum Autover­kehr und die Vorga­be, dass «jeder zweite Weg selbst­ak­tiv mit Rad oder zu Fuß» zurück­zu­le­gen sei, zu pauschal. «Denn ein Auto, das keine Schad­stof­fe mehr emittiert, ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.» Ob Städte irgend­wann ganz oder teilwei­se autofrei sein sollen, sollten die Kommu­nen selbst entschei­den und nicht das Land, sagte die Spreche­rin weiter.

An diesem Mittwoch will der Landtag über einen Entwurf des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums für ein Klima­schutz­ge­setz beraten. Hermann will dem Bericht zufol­ge seine Ziele in einer Verord­nung unter­brin­gen, die das Gesetz umset­zen soll.