BERLIN (dpa) — Damit im Winter keiner in der kalten Wohnung sitzt, stockt der Staat seine Hilfen auf. Das Wohngeld soll mehr als verdop­pelt werden. Doch proble­ma­tisch bleibt, dass längst nicht alle wissen, was sie bekom­men könnten.

Hohe Kosten fürs Heizen, für Strom und Lebens­mit­tel setzen viele Haushal­te in Deutsch­land unter Druck. Deshalb soll jetzt das Wohngeld steigen, das Menschen mit wenig Einkom­men hilft, die Miete zu stemmen. Auch der Kreis der Berech­tig­ten wird ausge­wei­tet. Doch viele Betrof­fe­ne wissen gar nicht, dass sie überhaupt Hilfe vom Staat bekom­men könnten.

Was genau ist das Wohngeld?

Es ist quasi ein staat­li­cher Zuschuss zur Miete für Menschen mit kleinen Einkom­men. Auch wer eine Eigen­tums­woh­nung oder ein Haus und zugleich wenig Geld hat, kann Unter­stüt­zung bekom­men. Das gilt aber nur, wenn man keine anderen Sozial­leis­tun­gen erhält, bei denen die Wohnkos­ten bereits berück­sich­tigt sind, also Arbeits­lo­sen­geld II, Sozial­geld oder Bafög. Für die Anträ­ge und die Auszah­lung sind die Länder bezie­hungs­wei­se Gemein­den zuständig.

Wie viel Geld kann man bekommen?

Das hängt davon ab, wie hoch Miete und Einkom­men sind und wo genau man wohnt. Baumi­nis­te­rin Klara Geywitz will das Wohngeld aber generell deutlich erhöhen, im Schnitt um 190 Euro pro Monat. Die bishe­ri­gen Wohngeld-Haushal­te würden damit ab Januar statt durch­schnitt­lich 177 Euro künftig rund 370 Euro im Monat bekom­men. Das Bundes­ka­bi­net